ABC der Gebäudetechnik und Haustechnik, im Raum München. Alles um die Heizung. Alles um die Heizung.

Firma Ing. Herbert L@ndauer:
Heizung - Lüftung - Sanitär - Gebäudeservice

Alles um die Heizung.
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Diese Seite bietet mehr als nur das Thema Heizung, hier darf auch mal gelacht werden ...

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HEIZUNG
Unsere Leistungen:
  • Öl- und Gasheizsysteme
  • Gasheizung
  • Niedertemperaturkessel Öl - und Gas
  • Brennwertkessel Öl - und Gas
  • Wärmepumpensysteme
  • Fabrikate: Viessmann, Buderus, Oertli- Rohleder, Hydrotherm
  • Fernwäremübergabestationen Dampf, Heißwasser
  • Gewächshausheizungen
  • Pellets-Heizungen
  • Solaranlagen für Heizung und Warmwasser
  • Flächenheizungen
  • Badezimmerhandtuchheizkörper
  • Röhrenradiatoren;Konvektoren
  • Deckenheizungen;Wandheizungen
  • Fußbodenheizung
  • Altbausanierung
  • Energieberatung mit Zertifizierung
  • Wartung-Wartungsverträge


  • Hinweise zum Heizungswasser
  • Be- und Ergänzungswasserbefüllung bei Heizungsanlagen.
    Die Technik der Wärmeerzeugung hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Es wurden Wirkungsgrade gesteigert, eine kompakte Bauweise realisiert und günstigere Verkaufspreise ermöglicht. Mit dieser Leistungssteigerung gingen aber auch höhere Anforderungen an die Wasserqualität für die Heizsysteme einher. Die Wärmetauscher wurden kompakter und empfindlicher gegen Kalkablagerungen. Denn der Kalk lagert sich an der wärmsten Stelle im Heizsystem, dem Wärmetauscher im Heizkessel ab. Der Belag wirkt isolierend, es kommt zu einem lokalen Wärmestau und die betroffenen Bereiche dehnen sich in der Folge mehr aus, als die weniger betroffenen. So entstehen mechanische Spannungen welche über Materialermüdung und Spannungsrisskorrosion zu dem Kesselschaden führen. Korrosion in Abhängigkeit von Sauerstoff und Salzgehalt im Heizwasser Enthärtung ist ungeeignet Die zu Überarbeitung anstehende SWKI Richtlinie 97-1 empfiehlt bei Härtegraden von >3°dH die Enthärtung des Füllwasser von Heizungsanlagen. Diese Aussage ist nicht mehr auf die heutigen Systeme angepasst, der Grenzwert ist viel zu hoch. Auch verhindert die Enthärtung zwar die Kesselsteinbildung, verursacht im Gegenzug aber Korrosionen. Denn durch den Ionenaustauscher werden die Härtebildner entnommen und durch Natrium aus Kochsalz ersetzt. Der Gehalt an gelösten Salzen (Mineralien) im Wasser bleibt dadurch unverändert und dauerhaft hoch. In der Folge werden Korrosionen ausgelöst und diese führen später zur Schädigung des Wärmetauschers und anderen metallischen Bauteilen. Die neue VDI 2035 Die neue, bereits im Entwurf genehmigte und in Europa massgebende VDI Richtlinie 2035 unterscheidet zwischen einem salzarmen (demineralisierten) und salzhaltigen (z.B. enthärtetem Wasser) Systemwasser. Bei dem salzarmen Betrieb bis 100 mS/cm ist ein Sauerstoffgehalt im Systemwasser von 0,1 mg/l zulässig. Bei salzhaltiger Fahrweise bis 1500 mS/cm hingegen nur noch 0,02 mg Sauerstoff pro Liter, also nur noch ein Fünftel des bisherigen Grenzwertes. Ein solch tiefer Sauerstoffgehalt ist in kaum einer Heizungsanlage dauerhaft realisierbar. Da enthärtetes Heizwasser immer salzhaltig ist, kann es für Anlagen, welche schon geringste Mengen an Sauerstoffdiffusion zulassen, grundsätzlich nicht verwendet werden. Um dem Füllwasser für Heizungen die Härte zu entziehen ist einzig das Verfahren der Demineralisierung, bzw. Vollentsalzung geeignet um die geforderten Grenzwerte zu erfüllen. Untersättigtes Wasser Leider verbreitet, aber wissenschaftlich nicht haltbar, ist die Behauptung, demineralisiertes Wasser sei „untersättigt“ und würde in der Folge Metalle auflösen um so wieder „sein Gleichgewicht“ zu finden. Der Gegenbeweis gelingt ganz einfach: Wird unbehandeltes Wasser in die Heizung eingefüllt, so demineralisiert sich dieses durch Erwärmung und die damit verbundene Ablagerung der Mineralien ganz von selbst. Dies ist der Normalfall seit es Heizungen gibt. Eine Entsalzung des Füllwassers über eine Patrone nimmt diesen natürlichen Vorgang nur vorweg, damit im Heizsystem keine Ablagerungen anfallen. Verfahren der Demineralisierung. Bei der Demineralisierung werden dem Wasser alle gelösten Feststoffe (Salze) wie Kalk, Chloride, Nitrate, Sulfate etc. entzogen. Das Verfahren basiert auf einem doppelten Ionenaustausch wobei die Mineralien durch Wasser ersetzt werden, so dass reinstes Wasser mit folgenden günstigen Eigenschaften entsteht: · Demineralisiertes Wasser hat kein Inhaltsstoffe mehr, die ausfallen und sich im Kessel oder Wärmetauscher ablagern. · Demineralisiertes Wasser bremst Korrosion, weil es elektrisch nicht leitet. · Durch die Demineralisierung werden auch Neutralsalze wie Chloride, Sulfate, Nitrate entfernt, die dafür bekannt sind, in bestimmter Konzentration und Zusammensetzung auch üblicherweise nicht korrodierende Materialien anzugreifen. Nach der neuen VDI-Richtlinie 2035 müssen Heizungsanlagen, die nicht vollständig sauerstoffdicht sind, künftig salzarm, also mit demineralisiertem Wasser betrieben werden. Enthärtetes Wasser ist für Anlagen mit möglicher Sauerstoffdiffusion nicht zulässig. Grundsätzlich gilt: je geringer der Salzgehalt, desto geringer die Sauerstoffkorrosion.Résumée: Heizungen immer richtig füllen. Siehe auch www.bosy-online.de bzw.Stadtwerke München GmbH Service-Center SWM.
  • Hydraulischer Abgleich
  • Der hydraulische Ableich von Rohrleitungen in Gebäuden ist eine ökonomische und eine ökologische Notwendigkeit. Dies wird auch in DIN-Normen und Verordnungen (z.B.VOB/C - DIN 18380) gefordert. Unter der hydraulischen Einregulierung versteht man die Begrenzung der Wasservolumenströme auf die Werte, welche dem Wärmebedarf der Anlage entsprechen. Das heute in Deutschland übliche Pumpenwarmwassersystem soll die Wärem gleichmäßig entsprechend dem Bedarf aller zu beheizenden Räume verteilen. Diese Wärmeverteilung bedingt einen Wasservolumenstrom, der sich je nach Heizleistung im Rohrleitungsnetz verteilt. Dies ist leider in den seltesten Fällen gegeben. Nach dem Prinzip des geringsten Widerstandes fließt das Heizungswasser auf dem kürzesten Weg zurück zur Heizzentrale.Dieser Weg führt in der Regel durch die der Umwälzmpe nächst gelegenen Heizkörperim Rohrnetz. Dadurch werden die in einem Heizungsnetz entfernt und hydraulisch ungünstig gelegenen Heizkörper nur ungenügend mit Heizwasser durchströmt. Die Folge sind nicht ausreichend beheizte Räume bzw. überheizte Räume in der Nähe der Heizzentrale.Die Praxis zeigt, daß dieses Problem häufig falsch eingeschätz wird. Oft werden zu kleine Pumpen, zu geringe Vorlauftemperaturen oder ein zu kleiner Wärmeerzeuger als Ursache der mangelnden Wärmeverteilung diagnostiziert. Dementsprechend werden zu große Pumpen eingebaut, die Vorlauftemperatur wird überhöht oder die Heizungsregelung wird verstellt. Auswirkungen sinf Strömungsgeräusche im Heizungssystem, überheizte Räume und Räume mit mangelnde Wärmeversorgung.Darüberhinaus ist hiermit ein erhöhter Energieverbrauch für Wärmerzeugung und Wärmeverteilung verbunden.Nur durch eine hydraulische Einregulierung, die für alle Heizkörper in einem Wärmeverteilungsnetz gleiche Widerstände erzeugt, ist dieses Problem mit optimalen Energieeinsatz zu lösen.Mit dieser anspruchsvollen Tätigkeit kann der Fachhandwerker seinem Kunden eine komfortable und wirtschaftlich arbeitende Heizungsanlage erstellen. Vorteile des hydraulischen Abgleichs:
  • Energieeinsparung
  • Umweltschutz
  • Komfort (keine Über-Unterversorgung,keine Geräusche)
  • Historie des hydraulischen Abgleichs: Bei Schwerkraftheizungen vergangener Jahrzehnte wurden die Wassermengen mit Hilfe des thermischen Auftriebes über die Rohrleitungsquerschnitte ausreichend an die Heizkörper geführt. Ein nächster Schritt zur Wärmemengenanpassung war die Einbringung von Festwiederständen in Rohrleitungs- und und Heizkörperanschlußarmaturen.Die Verknappung und damit die Verteuerung der Heizenergie (Ölkrise) Anfang der 70-iger Jahre fürhte zur ersten "Verordnung über energiesparende Anforderungen an den Betrieb von Heizungstechnischen Anlagen und Brauchwasseranlagen (Heizbetriebs-Verordnung - HeizBetrV -) von 1978.
    Mit dem § 7 der HeizAnlV wurde eine selbsttätige raumweise Temperaturregelung dieser Anlagen gefordert.Diese Forderung wird erfüllt durch die Installation von Thermostatventilen. Die fortschreitende Computertechnik begleitete diese Entwicklung mit einer besseren, komfortableren und nutzergerechten Sofdtwareprogrammen zur Auslegung von Rohrnetzen.
  • Hydraulische Einregulierung DIN 18380 am Heizkörper
  • Der hydraulische Abgleich eines Wärmeverteilungssystems ist von vielen, schwer überschaubaren Faktoren abhängig. Daher kann ein ausreichend genauer Abgleich nur rechnerisch über eine Wärmebedarfs- und eine Rohrnetzberechnung erfolgen. Folgende Berechnungsschritte sind für den hydraulischen Abgleich erforderlich:
  • Berechnung der Heizflächen und deren Volumenströme unter Berücksichtigung der sich tatsächlich einstellenden Rücklauftemperaturen
  • Rohrnetzberechnung mit den ermittelten Heizkörpervolumenströmen
  • Ein wichtiger Schritt ist die Durchführung der Einregulierung bei der Inbetriebnahme der Anlage. Vorteilhaft ist dabei die Volumenstromanpassung und Vorseinstellung am Thermostatventil. Hier bietet die Industrie ausgereifte Systeme von Heizkörperar.aturen. Voreinstellbare Thermostatventile im Besonderen bzw. einstellbare Rücklaufverschraubungen ermöglichen die Anpassung der Volumenströme über die Voreinstellung am Heizkörper.
    Die Skalierung am Ventilunterteil ermöglicht die schnelle Einstellung des rechnerisch ermittelten Voreinstellwertes.Dies garantiert die angepaßte Heizkörperleistung entsprechend der Wärmebedarfsberechnung.
    Volumenströme und Differenzdrücke, welche über den zulässigen Auslegungsbereichen liegen können unter Umständen Geräusche am Heizkörper verursachen. Daher müssen diese in den Rohrleitungen mit geeigneten Strangregulierventilen bzw. Strangdifferenzdruckreglern abgedrosselt werden.Strangregulierventile werden ind den Strangleitungen von Warmwasserzentralheizungsanlage und Klimaanlagen installiert und ermöglichen die Volumenstromanpassung der Strangleitungen untereinander.Strangregulierventile können während es Anlagenbetriebes einreguliert werden. So erhält man reale Durchflußwerte im Vollast- bzw. Auslegungsbereich der Anlage.
    Differenzdruckregler sind Proportionalregler ohne Hilfsenergie. Dies werden zur konstanten Regelung des erforderlichen Soll-Wertes benötigt. Sie sind für den Einsatz ind Heizungs- und Kühlanlagen bestimmte und halten innerhalb eines regeltechnisch notwendigen Proportionalbandes den Differenzdtuck im Strang konstant.
    Durchflußregler werden zur kostanten Regelung des eingestellten Durchflusses als Proportionalregler ohne Hilfsenergie installiert. Sie sind für den Einsatz in Heizungs- und Kühlanlagen bestimmt und halten innerhalb eines regeltechisch notwendigen Proportionalbandes den Durchfluß im Strang konstant.
    Bererechnungsmethoden Grundsätzlich ist gemäß VOB/C - DIN 18380 das im Rohrnetz umzuwälzende Heizungswasser unter Einbeziehung der Wärmebedarfswertezu berechnen. Entsprechende Softwareprogrammeerleichtern diese Arbeit. Dabei werden die Rohrnennweiten und Voreinstellwerte der Rohrleitungen und Heizkörperarmaturen automatisch zugeordnet. Ist eine Rohrnetzberechnung nicht möglich, z.B. im Sanierungsfall, so kann ersatzweise auch mit Überschlagswerten gearbeitet werden. Bei Kleinanlagen mit einer Pumpenleistung von etwa 200 mbar Förderhöhe und bei Großanlagen mit dezentraler Differenzdruckregelung auf ebenfalls etwa 200 mbar per Strang, erhältman mit einem geschätzten Differenzdruck von 100 mbar am Ventil durchaus akzeptable Einstellwerte.Bei einem bekannten Wärmebedarf und einer festgelegten Temperaturspreizung erhält man den Volumenstrom des einzelnen Heizkörpers und damit auch die Voreinstellung am Ventil.
    Nach der Verdingunsordnung für Bauleistungen VOB/C - DIN 18380 ist für jede Heizungsanlage ein hydraulischer Abgleich vorzunehmen. Umwälzpumpen, Armaturen und Rohrleitungen sind durch Berechnung so aufeinander abzustimmen, daß auch bei den zu erwartenden wechselnden Betriebsbedingungen eine ausreichende Wassermengenverteilung sichergestellt ist. Die zulässigen Geräuschpegel dürfen nicht überschritten werden. Ist z.B. bei Schwachlastbetrieb ein übermäßiger Differenzdruch zu erwarten, so sind differenzdruckregelnde Einrichtungen vorzusehen.Zudem ist der hydraulische Abgleich so vorzunehmen. daß bei bestimmungsgemäßen Betrieb alle Wärmeverbraucher entsprechend ihres Wärmebedarfs mit Heizwasser versorgt werden.Das gilt auch bei einer Raumtemperaturabsenkung oder Betriebspause der Heizungsanlage.Die VOB wird jedoch häufig nicht beachtet. Das bedeutet, daß viele Heizungsanlagen weder den gültigen Vorschriften noch dem Stand der Technik entsprechen.
  • Energieeinsparpotential
  • Heizungsanlagen sind miteinander nicht vergleichbar.Daher kann das Energieeinsparpotential einer Heizungsanlage nicht pauschaliert dargelegt werden. Akzeptable Aussagen basieren auf Schätzungen und auch auf Erkenntnissen aus der Vergangenheit. Danach sind etwa 80 bis 85% des geamten Gebäudebestandes in Deutschland nicht entsprechend der VOB/C - DIN 18380 einreguliert. Das bedeutet,zu große Wasservolumenströme fließen unkontrolliert im Rohrnetz der einzelnen Anlagen. Die Folgen sind ein zu großer Energieaufwand und zusätzliche Wärmeverluste.Bei einem geschätzten Energieeinsparpotential von ca. 5-15% ergibt sich auf Basis der mittleren Energieverbrauchskennwerte für den Gebäudebestand in der Bundesrepublik Deutschland nach VDI 3808 eine Energieeinsparung von 10 bis 30 kWh/(m²*a) für Wohngebäude und 6 bis 17 kWh/(m²*a) für Verwaltungsgebäude. Für Wohnhaus mit 140 m² beheizbarer Fläche und einem Jahresnutzungsgrad der Wärmeerzeugung von 85% bedeutet dieses 150 bis 450 l Heizöleinsparung pro Jahr. In CO2-Emissionen ausgedrückt entspricht diese einer Reduktion von 450 1300 kg CO2 pro Jahr.Es ist fast unmöglich die Energieeinsparung, die ein hydraulischer Abgleich erbringt, genau zu beziffern. Die fehlerhaften Einflüsse auf die verschiedenen Wärmeverteilungsanlagen sind sehr unterschiedlich. Ebenso ist das Benutzerverhalten nur schwer allgemeingültig zu beschreiben.Eine Temperaturregelung mit dem Fenster (überheizte Räume) und das Maß einer Erhöhung der Vorlauftemperatur, bzw. der Pumpenleistung lassen sich nicht vorausberechnen. Das Energieeinsparpotenzial ist im wesentlichen auf folgende Effekte zurückzuführen:
  • Überhöhung der Raumtemperatur
  • In den Heizkörpern mit überhöhtem Volumenstrom kommt es zu einer höheren Wärmeabgabe. Die Thermostatventile neigen zu Geräuschentwicklung, da sie für den hohen Volumenstrom nicht ausgelegt sind. Der Nutzer öffnet häufig um die Geräuschentwicklung zu reduzieren. Die Folgen sind zu hohe Raumtemperaturen. Eine Erhöhung der Raumtemperatur um 1°C führt zu ca. 6 % höheren Energieverlusten. Eine Raumtemperaturregelung über das Fenster führt zu wesentlich höheren Verlusten.
  • Höhere Vorlauftemperaturen

  • Durch die Erhöhung der Vorlauftemperaturen kommt es zu erhöhten Wärmeverlusten des Wärmeerzeugers (Abgasverluste,Abstrahlungsverluste). Ebenso hat das Rohrnetz höhere Wärmeverluste, die eine Anhebung der Raumtemperatur in nicht beheizten Bereichen .z.B. Kellerreäumen zur Folge hat.
  • Kennwerte nach VDI 3308
  • Theoretisch ergeben sich für die nachfolgend beschriebenen Veränderungen der Anlageparameter nach den Berechnungsalgrithmen der VDI 3808 folgende Energieverbrauchsänderungen:
  • Raumtmperatur:
  • ca. 6% höhere Wärmeverluste je Kelvin Raumtemperaturerhöhung
  • Abgasverlust:
  • 20 Kelvin Erhöhung der Abgastemperatur 1,2% höhere Abgasverluste.
  • Strahlungsverluste:
  • 0,25% Erhöhnung der Strahlungsverluste je 10 Klevin Kesseltemperaturerhöhung.
  • Verteilungsverluste:
  • 1,5% Erhöhung der Verteiliungsverluste der mittleren Heizwassertemperatur im Rohrnetz.
  • Fensterregelung:
  • Nutzerabhängige Wärmeverluste.
    Mit den beschriebenen Verlustfaktoren ist ein Energieeinsparpotential durch den hydraulischen Abgleich von ca. 5 bis 15 % bezogen auf die gesamte Wärmeerzeugungsanlage unjd Wärmeverteilungsanlage möglich.
  • Überhöhter Umwälzpumpenvolumenstrom
  • Die Erhöhung des Wasservolumenstromes (zur vermeintlichen Beiseitigung der Mängel) in einem nicht ebgeglichenen Verteilungsnetz führt zur Erhöhung des Energiebedarfs der Umwälzpumpen. Bei einem errechneten Soll-Druckverlust und einer Halbierung des Volumenstromes ist eine Einsparung an Betriebsenergie von 10 bis 20 % möglich. Die Kosten eines hydraulischen Ablaichs bedeuten bei der Gesamtbetrachtung nicht grundsätzlich einen finanziellen Menraufwand. Die erforderlichen Investitionen werden sich über die Betriebskosten der Anlage schnell amortisieren. Eine Untersuchung der Universität Stuttgart hat ergeben, daß die Umwälzpumpen in Deutschland in der Stromaufnahme durchschnittlich 3-fach überdimensioniert sind. Vorsichtige Prognosen ergeben, daß im Sanierungsfall durch den hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage in Verbindung mit einer elektronisch geregelten Umwälzpumpe die Energieaufnahme der Pumpe um ca. 40% gesenkt werden kann.
  • Vorgehensweise beim hydraulischen Abgleich

  • Es wird unterschieden zwischen Neuanlagen und Altanlagen (Sanierungsfall)
    Gemäß VOB/C - DIN 18380 hat der Auftraggeber dem Auftragnehmer vor Beginn der Montagearbeiten die erforderlichen Daten zum hydraulischen Abgleich zur Verfügung zu stellen. Eine Ermittlung der Daten des hydraulischen Abgleichs und auch der Dokumentation ist nicht als Nebenleistung im Sinne der VOB anzusehen, sondern als zusätzliche Leistung einer fachgerechten Auslegung und Installation der Anlage inclusiver der hydraulischen Einregulierung gemäß VOB/C - DIN 18380 zeigt sich die fachliche Kompetenz des Heizungsbauers. Die Dokumentation der erbrachten Leistungen, die Einweisung im Umgang mit der abgeglichenen Anlage und die Garantieleistungen eines Meisterbetriebes geben dem Kunden die nötige Sicherheit. Zudem läßt die Dokumentation der Einregulierung und eventueller Energiepaß den Verkehrswert der Immobilie steigern. Die Zuverlässigkeit im Anlagebetrieb, ein hohes Maß an Wohnkomfort und die Behaglichkeit bei kostenminimiertem Betrieb der Anlage rechtfertigen die Installation qualitativ hochwertiger Anlagenkomponenten. Diese amortisieren sich schon nach wenigen Jahren.

    Weitere Themen:
  • Entschlammen und Spülen von Heizungssystemen

  • Um einen störungsfreien und effizienten Betrieb einer Heizungsanlage zu gewährleisten, müssen einige wichtige Punkte beachtet werden.Eine Heizungsanlage sollte möglichst wenig verschiedene Metalle in sich haben. Außerdem muss schon bei der Planung an die ausreichend dimensionierten Spüleinrichtungen an den richtigen Stellen der Anlage (z.B. Multifunktionshahn) gedacht werden, damit die notwendigen Arbeiten auch fachgerecht ausgeführt werden können.Bei einer Anlagenbehandlung wird immer nur an große Anlagen gedacht, weil da die Schäden sehr groß sind.Dabei geht es auch ohne Korrosion und ohne Systemtrennung und ohne Luftprobleme! Die meisten Anlagen haben keine ausreichend großdimensionierte Spülstutzen an den richtigen Stellen einer Anlage, um eine Anlage vollständig spülen und reinigen zu können. Denn nur wenn alle Teile einer Anlage ausreichend durchspült werden, kann sie entsprechend gereinigt und das Reinigungsmittel vollständig wieder entfernt werden, damit es nicht mit dem behandelten Wasser vermischt wird.Rost- bzw. Oxidschlamm entsteht in allen wasserführenden, wärmetechnischen Systemen der TGA, mit metallischen und damit korrodierbaren Bestandteilen.Folgende Arbeitsabläufe werden nach der Dichtheitsprüfung oder in bestehenden Anlagen durchgeführt:1. Ermittlung Soll-Ist des Systemzustandes· Vororterfassung von Systemdaten unter Verwendung von Datenerfassungsunterlagen, mit Eckdaten wie technische Inhalte, technischer Zustand sowohl technisch als auch korrosionsrelevant. Wasserproben ggf. Materialproben zwecks erforderlich werdender Analyseberichte sofern gewünscht. http://www.aqua-protect.org/images/heizungsleitung_160.jpg
    Das Blut einer jeden Heizungsanlage Die Heizungstechnik hat sich insgesamt gravierend verändert. Im technischen Fortschritt ist jedoch nicht immer alles Gold, was glänzt. Engere Rohrquerschnitte, höhere Heizflächenlasten, empfindliche Stellorgane, verschiedenste Materialien sind nur einige der vielen Bereiche, die neue Standards setzen und damit auch höhere Anforderungen an die Anlagenkomponente "Heizungswasser" stellen. Die häufigsten Fragen aus jährlich ca. 1000 Problemanfragen von Installateuren hat der Wasseraufbereitungsspezialist HANNEMANN WASSERTECHNIK gesammelt und für die IKZ-HAUSTECHNIK hier in zwei Teilen beantwortet. Jahren in vielen Bereichen Standard bzw. sogar in Regelwerken verankert. Ebenso ist die Heizungswasseraufbereitung auch in Niedertemperaturanlagen seit über 30 Jahren ein Thema. Relativ neu ist die Anpassung der Richtwerte in Bezug auf die Heizleistung und das Anlagenvolumen: Der Wert von 100 kW wurde 2005 auf 50 kW abgesenkt und bei Umlauferwärmern (z.?B. Thermen, Brennwertgeräte) gilt es, auch bei < 50 kW auf die richtige Wasserqualität zu achten. Wie so oft, setzen sich einige Installateure mit dem Thema auseinander und begreifen es als Chance, die Kompetenz zu unterstreichen und sich vor Überraschungen zu schützen, während andere lieber weiter auf das Prinzip Hoffnung setzen. Grundsätzlich geht es bei der Aufbereitung von Heizungswasser um zwei Bereiche, die der Fachmann beachten sollte: 1. Vermeidung von Steinbildung (Kalk), 2. Vermeidung von wasserseitiger Korrosion (Rost und Schlamm). Beide Phänomene sind störend bis zerstörend in ihren Auswirkungen und unterliegen unterschiedlichen Gesetzmäßigkeiten, die nicht unmittelbar zusammenhängen müssen. Wie lässt sich die Steinbildung vermeiden? Steinbildung lässt sich grundsätzlich verhindern, indem man die Härtebildner Calcium (Ca2+) und Magnesium (Mg2+) aus dem Rohwasser entfernt und die Heizungsanlage mit kalkfreiem Wasser befüllt. Zur Auswahl stehen die Maßnahmen · Enthärtung, · Vollentsalzung, · Teilentsalzung. Bei der Enthärtung werden alle (!) Härtebildner durch Ionenaustauscher entfernt. Alle anderen Salze bleiben im Wasser, da sie anlagentechnisch zumeist unproblematisch sind. Bei der Vollentsalzung werden mit einem Mischbett-Ionenaustauscher dem Wasser alle Salze entzogen, wodurch es instabil und überwachungsbedürftiger wird. Das Lösungsvermögen für Gase (z.?B. Sauerstoff) ist höher und kann damit auch stärker korrosionsförderlich sein. Unter Teilentsalzung versteht man die Entfernung von bestimmten Mineralien oder Teilen davon. Bei allen drei Fahrweisen ist die Steinbildung zuverlässig vermieden. Die salzfreie- bzw. salzarme Fahrweise bietet jedoch keinen Vorteil, der den wesentlich höheren Zeit- und Kostenaufwand gegenüber einer Enthärtung rechtfertigen würde. Wann ist die Salzfreie Fahrweise (Vollentsalzung) sinnvoll? Bei bestimmten Industrieanwendungen wir z.B. Dampferzeugung ist es wegen der Reinheit durchaus sinnvoll, das Wasser zu entsalzen. Ansonsten ist dieser Aufwand für Heizanlagen in der Regel nicht notwendig, außer bei sehr mineralreichen Wässern (elektr. Leitfähigkeit über 1200 – 1500 µS/cm). Was tun, wenn Hersteller sehr hohe Anforderungen an die Wasserqualität stellen? Grundsätzlich würde es genügen, wenn z.B. Kesselhersteller deutliche Hinweise zur Beachtung der „Richtlinien zur Heizungswasseraufbereitung“ (z.B. VDI 2035) geben würden. Häufig werden leider stark abweichende oder gar hauseigene Empfehlungen abgegeben. Teilweise wird sogar mit Gewährleistungsausschlüssen bei Nichtbeachtung gedroht. Hierzu sind Hersteller durchaus berechtigt. Die rechtliche Durchsetzung lässt im Einzelfall jedoch insofern Zweifel aufkommen, da in einem Streitfall vor Gericht vom Installateur keine höhere Anforderung als den „Stand der Technik“ fordern kann, insbesondere wenn der Aufwand im Vergleich zum Nutzen wesentlich höher ist. In allen europäischen Normen und Richtlinien wird deshalb auch die Enthärtung als bevorzugtes Verfahren genannt. Wenn ein Hersteller nun auf VE-Wasser (vollentsalzt) besteht, so ist dies nicht nur eine höhere Anforderung, sondern auch ein höherer Aufwand, der überlegt sein will. Man braucht nicht immer mit Kanonen auf Spatzen schießen.
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